Die radioaktive Belastung des Bodens erreichte in Tschernobyl 1988 - also zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe - in Bezug auf Cäsium-137 in einem Umkreis von 150 km um den Unglücksort teilweise 7 Millionen Becquerel pro Quadratmeter. Ein Becquerel entspricht einem radioaktiven Zerfall pro Sekunde ! Cäsium sendet beim Zerfall energiereiche Elektronen aus; diese können einige Meter weit durch die Luft fliegen.

Aufgrund der Halbwertszeit von 30 Jahren beträgt diese Strahlung heute noch 3,5 Millionen Becquerel. Beim Zerfall von Cäsium entsteht radioaktives Barium, welches die gefährliche Gammastrahlung aussendet.
Tschernobyl

© 2014 Frank M. Rauch (Germany). Alle Rechte vorbehalten.

Erstellt am 14.06.2014, letzte Änderung am 26.04.2016