Entdeckung der Kernspaltung
Rekonstruktion im Deutschen Museum, München
Quelle: http://www.flickr.com/photos/93452909@N00/176055587

Hier wurde die Kernspaltung entdeckt

Otto Hahn, Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie in Berlin, und sein Assistent Fritz Strassmann bestrahlten Uranproben mit Neutronen, um weitere künstliche Elemente zu gewinnen: die sogenannten Transurane. Dabei entdecken sie am 17. Dezember 1938 erstmals die Spaltung von Uranatomen, ohne dass sie diesen Vorgang sogleich näher erklären konnten. Dazu bedurfte es weiterer Experimente.

Anlässlich des 75jährigen Jubiläums (17. Dezember 2013) und 3 Jahre nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima informieren wir über die Gefahren der weiteren Entwicklung.

Hier geht es zum persönlichen Blog von Frank M. Rauch.

Indiens erste unabhängige Anhörung zur Atomenergie

Montag, 20. August 2012: Eine internationale Anhörung zur Atomenergie findet am 22. August in Neu Delhi ab 11 Uhr Ortszeit statt. Organisiert wird die Veranstaltung, die bis 18 Uhr Ortszeit dauern soll, von der Gandhi Peace Foundation. Unabhängige Experten sollen die Menschen über die Probleme informieren, die mit dem Ausbau der Kernenergie-Industrie in einem der größten Länder der Welt verbunden sind. Nach den Ergebnissen der Volkszählung 2011 hat Indien 1,2 Milliarden Einwohner. Zur Zeit laufen sechs Kernkraftwerke mit 19 Reaktoren und einer Gesamtleistung von 4780 Megawatt (MW).

Unter den Experten ist Praful Bidwai, ein indischer Journalist, der für internationale Tageszeitungen schreibt und sich speziell gegen Atomwaffen wendet. Seit 1967 hat sich Indien zu einer Atommacht entwickelt, gehört aber noch zu den drei Staaten die den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet haben. Eine Jury aus drei Personen soll den Ablauf der Veranstaltung überwachen. Die Gesellschaftskritikerin und Aktivistin Aruna Roy, der frühere Erste Richter von Neu Delhis Oberstem Gericht Ajit Prakash Shah und der Politiker K. S. Subramanian. Vertreter der Umweltorganisation Greenpeace haben angekündigt, an der Veranstaltung als Beobachter teilzunehmen.

Viele Menschen sind besorgt über mögliche Gefahren durch Atomenergie seit der Katastrophe in Japan im März 2011. In Jaitapur an der Westküste Indiens wird das größte Kernkraftwerk der Welt geplant. Die elektrische Leistung beträgt 9900 MW, die Anlage besteht aus sechs Reaktoren zu je 1650 MW. Das Projekt geht zurück auf einen Vertrag zuwischen dem französischen Konzern Areva S.A. und der staatlichen indischen Atomfirma Nuclear Power Corporation of India aus dem Jahre 2010 und soll rund 9,3 Milliarden US-Dollar kosten.

(Übersetzung aus dem Englischen - siehe Veröffentlichung bei WIKINEWS, deutsche Version am 28.08.2012)

Natürliche und künstliche Radioaktivität

Eine der wichtigsten Quellen natürlicher Radioaktivität ist das Edelgas Radon. Es entsteht aus dem Zerfall des ebenfalls natürlich vorkommenden Urans und ist der seltenste Bestandteil der Luft. In einigen Orten wird dieses radioaktive Gas für medizinische Anwendungen eingesetzt, so etwa im österreichischen Kurort Bad Gastein seit Mitte des 20. Jahrhunderts. Diese Anwendungen sind allerdings umstritten, da eine zusätzliche Strahlenbelastung – auch wenn diese aus natürlichen Quellen stammt – mit einem erhöhten Krebsrisiko verbunden ist. Da Radon ein Edelgas ist, reagiert es nicht mit anderen Stoffen.

Im Gegensatz dazu entstehen bei der künstlichen Radioaktivität Spaltprodukte wie Jod und Cäsium, die in den natürlichen Nahrungskreislauf gelangen und dort zur Gefahr werden wie auf den folgenden Seiten dargestellt.

© 2012 Frank M. Rauch, Dipl.-Umweltwissenschaftler, Bremen (Germany). Alle Rechte vorbehalten.

Erstellt am 30.04.2012, letzte Änderung am 27.09.2014

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